Scheinbar unaufhaltsam geht es mit meiner Fernsehkarriere voran. Nachdem ich meine Rolle als Brüno so überzeugend gut gespielt habe, klingelte nicht eine Woche nach meiner TV Premiere mein Handy. Und siehe da, wieder Pro7. Ein anderer Redakteur von Taff hatte Zufällig meinen Auftritt gesehen und hat sich meine Nummer besorgt.
Diesmal war es nur eine kleine Randrolle für das Thema “Gehts noch?!”. Doch auch so was soll nicht zu verachten sein, wer weiß ob das für meine Zukunft noch nützlich ist.
So fahre ich also an einem der Heißesten Tage, in diesem Jahr, an den Feringersee und lasse mich Filmen, wie ich gemütlich daliege und ein wenig Nass gespritzt werde.
Natürlich nicht Umsonst, auch hier habe ich ein wenig Geld bekommen.
Achja, ich muss dazu sagen, dass es meine erste Rolle war, bei der ich “Schauspielern” musste. Beim Brüno war ja alles Spontan und wurde nur einmal gedreht. (Das sieht man daran, dass ich im Hintergrund meine Position zwei Mal verändere… Anfänger fehler)
Nach einem Gewinnspiel bei Taff, haben Angelika Bräuml und ich uns zusammen getan und ein Fanvideo für U2 gemacht.
Die Aufgabe darin bestand ein Fanvideo zu machen, bei dem die neue Single „I´ll Go Crazy If I Don´t Go Crazy Tonight“ vom neuen U2 Album Präsentiert wird (No Line on the Horizon).
Nach längeren Überlegungen hatten wir die Idee auf die Straße zu gehen und die Leute das Lied singen zu lassen.
—— Video folgt ——
Unter allen Einsendungen durften die Zuschauer entscheiden, welche in die TOP 5 kommen. Anschließend hat Alex Courtez unter den TOP 5 den Gewinner gekürt.
Leider leider sind wir nicht unter die TOP 5 gekommen.
Dafür möchte ich mich aber bei MyVideo bedanken, für das total undurchsichte Votesystem.
Und natürlich bei den Leuten, die sich wohl hunderte von Fake-accounts gemacht haben um ihr Video unter die TOP 5 zu bringen. Ich gehe davon aus, dass es so ist, weil echt nur die schlechtesten Videos unter den TOP 5 waren.
Zuerst Bassen, dann kam Oldenburg und nun ist es München. Die Stadt in der ich wohne wir immer größer und verrückter.
Hier in München kann man nicht einmal spazieren gehen ohne gleich vom Fernsehen angesprochen zu werden. Nun wird mir also 150€ Angeboten, dass ich mich im Fernsehen zum Affen mache.
Zuerst war ich dagegen, doch dann habe ich erfahren, dass es nur für Taff ist und da dachte ich mir, dass das ja sowieso keiner guckt.
Nun geht es mit mir also ab zum Friseur und dann bekomme ich sogar noch ne ganz fesche Klamotte angezogen. Nach nicht einmal vier Stunden (davon mindestens zwei beim Friseur) sind wir fertig.
Ich nun 150€ reicher und gespannt darauf, wann es gesendet wird.
Es hat einige Zeit gedauert bis es gesendet wurde, doch nun ist es soweit…
Ich steh also auf Socken im Wohnzimmer und schaue mir den Beitrag im Fernsehen an. kurz nachdem ich das erste Mal zusehen bin, fängt mein ICQ an sich zu Melden. Ich sehe also den Beitrag und höre im Hintergrund wie mein Computer in meinem Zimmer fast unaufhaltsam „AAhhoo“ macht.
Der Beitrag ist nun Zu Ende und mein Handy klingelt. Ich habe leider nicht genau nachgezählt, aber mir haben fast 20 Freunde gesagt, dass sie gerade Zufällig Taff geguckt haben…
Ich würde gerne mal wissen, wie viele Leute mich gesehen haben.
Eigentlich habe ich gedacht, dass nun der Ernst des Lebens losgeht… Meine Lehre ist beendet und ein neuer Lebensabschnitt beginnt.
Doch anstelle nun richtig Geld zu verdienen, gehe ich eine Stufe der Karriereleiter runter. Vom Auszubildender zum Praktikanten. Ich habe dafür einige Gründe und hoffe das war eine gute Entscheidung.
Der größte Grund warum ich das mache, ist der, dass ich unbedingt in einem größeren Betrieb reinschnuppern will. In meinem Ausbildungsbetrieb waren wir zuletzt leider nur noch zu zweit. Ich habe so viel über die einzelnen Abläufe der Produktion gelernt, doch geht es in kleinen Betrieben immer etwas holprig voran.
Also versuch macht Klug und so beginnt heute mein Praktikum als „Cutter“ bei ProSiebenSat1 Media AG
Es fing doch alles so harmlos mit einem Schulprojekt an. Wir sollten uns etwas überlegen und ein Drehbuch dazu schreiben.
Mein erstes Drehbuch handelte von einem Mann, der einen Autounfall hatte und sich gerade noch aus seinem Auto schleppen kann. Er liegt auf der Straße und eine Stimme kommt aus dem Off und spricht über ein paar Zahlen.
—> Die Poente dieses Stückes sollte zeigen, dass eine Sekunde in unserem Leben keinen Wert spielt, weil wir ja zum Beispiel mehr als ein drittel unserer Zeit auf Erden verschlafen. Doch pass mal eine Sekunde im Straßenverkehr nicht auf… Natürlich sollte es auch ein Happy end geben und ein Sanitäter holt den Mann zurück ins Leben.
Wusstet ihr, dass das Herz 1 ½ bis 2 Minuten stehen bleiben kann, ohne das das Gehirn schaden nimmt?
Leider wurde aus dem Video nichts, weil mein Sanitäter nicht richtig Zeit hatte.
Also Stürzte ich mich auf ein anderes Projekt: „Lebenslauf“
Das Interessanteste an diesem Video ist, dass es fast eine vollkommene Einzel Produktion war. Von der Idee über den Dreh bis hin zur Vertonung habe ich alles Selber gemacht.
Einen Besonderen Dank wollte ich noch Mikkjel Cerny aussprechen, der mit mir die Auto Szenen gedreht hat und sein Auto als Unfallwagen Angeboten hat.
Und auch Robin Wieschendorf, der zuhause ein super Tonstudio hat. Bei dem wir die geniale Sprecherstimme von mir Aufgenommen haben.
Das Musikstück im Hintergrund ist aus dem Spiel „Silent hill 4“ genommen
Nachdem ich das zweite Jahr in Folge beim Ernteumzug in Bassen mitgelaufen bin, hat man mir den Respekt gegeben, den ich verdient habe… Ich bin in der Zeitung